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Prolog Bearbeiten

Ab Anfang des 22 Jahrhunderts begann die Menschheit mit der Besiedlung anderer Planeten des Sonnensystems. Durch die steigende Überbevölkerung war das ein dringend notwendiger Schritt. Die ersten drei Projekte waren der Mond, Venus und Mars. Dort wurden erste Kolonien gegründet die sich schnell zu großen Städten entwickelten. Zwar konnte man nicht von einer Überkolonialisierung reden aber es war eine Entlastung für die Erde.

Wenige Jahre vor dem 22 Jahrhundert waren die ersten Städte darunter die meisten aus asiatischen Ländern durch Platzmangel auf einen neuen Baustiel angewiesen.

Dem Etagenbau.

Noch höher als die ehemals höchsten Gebäude der Welt erstreckten sich Städte in den Himmel, verbunden durch mehrere Plattformen auf denen ganz normales Tagesgeschehen betrieben wurde.

Auch der Bau unter Wasser wurde immer beliebter und so waren die größten Städte um das Jahr 2230 gewaltige Riesenbauten und Unterwasserkuppeln.

Das gab auch der Umwelt Zeit sich zu erholen da man drastische Fortschritte in der Umweltschonung und Wiederherstellung gemacht hatte.

Sogar auf den Kolonieplaneten wurden Bäume und Pflanzen angebaut um ein künstliches Ökologisches System einzuführen.

Doch trotz der anscheinend enormen Fortschritte gab es immer noch kleine Konflikte zwischen den verschiedenen Ländern die sich immer weiter zuspitzten.

So war es nur eine Frage der Zeit bis es zu einem Krieg kommen würde. Einem dritten Weltkrieg.

Im Zuge dieser düsteren Aussichten formten sich die Religionsgemeinschaften zu gewaltigen Kulten und bekamen immer mehr Zuwachs.

In New York wurde, in dem ehemaligen, zentralen Manhattan Bezirk, der jetzt weit höher lag als noch vor Jahren, ein gewaltiges Areal gekauft und von der Regierung mit Kirchen, Tempeln und anderen Religionsstätten bebaut um es den Menschen zu ermöglichen sich im Kriegsfalle an einen sicheren Ort zu begeben.

Allerdings war allen klar, das der dritte Weltkrieg so gewaltig werden würde, das er die Erde zerstören konnte.

Trotzdem kam er.

2254 tobte der Krieg überall und niemand konnte sich dem entziehen. Aus Angst das der Krieg sich weiter ausbreiten würde brachen die Kolonieplaneten sämtliche Kontakte zu der Erde ab.

Auf dem schrecklichen Höhepunkt des Krieges kam es zu einer Unerwarteten Katastrophe.

Eine gewaltige Flutwelle, von ungeahnten ausmaßen peitschte über die Welt und vernichtete einen Grossteil der Städte. Fast fünfzig Prozent der Bevölkerung wurde ausgelöscht und die Erde verfiel in den Status des Mittelalters zurück.

Das hinderte allerdings niemanden daran weiterhin für Unruhen zu sorgen. Wenige Städte unter ihnen auch New York waren wegen ihres Etagenbaustiels von größeren Schäden verschont geblieben.

Doch, durch das fehlen von Strom und den schwindenden Nahrungsmitteln drohte ein Aufruhe.

Es war der 13. April 2256 als sich einer der Abgeordneten der Amerikanischen Regierung an die Spitze des Landes stellte und mit einem drastischen, politischen Konzept alle Probleme lösen wollte. Der Name dieses Mannes war Carl vonBerrow.

Er war einer der wenigen Menschen die verstanden das nur sofortige Maßnamen die Erde retten konnten. VonBerrow setzte sich mit den überlebenden Oberhäupter der anderen Nationen zusammen und brachte diese an einen Tisch um über die Rettung der Erde zu sprechen.

Der wichtigste Punkt war vonBerrows Idee von einer Weltregierung.

Eine Regierung die sich umfassend um die Welt kümmern sollte.

Nach einigen Verhandlungen wurde schließlich eine Regierung mit vonBerrow als Weltpräsidenten gegründet.

Nun kam die schwerste Phase.

Der Wiederaufbau und dieser sollte sehr langwierig werden.

Zwar hatte sich das Wasser wieder zurückgezogen aber dort wo die Flutwelle gewütet hatte war alles vernichtet.

VonBerrow machte sich unentwegt Gedanken über dieses Problem, als eine kleine Gruppe von Männern bei ihm vorsprechen wollte. Sie hatten eine Idee, wie vonBerrow dieses Problem lösen könnte.

Durch diese Aussicht angeregt ließ vonBerrow die Männer zu sich bringen.

Der Anführer der Gruppe, ein Mann Namens Hiko Hiroshi stellte sich und seine Gruppe als Crussader vor. Er erklärte vonBerrow das die Crussader sich nur aus einem Grund gegründete hatten, den Hoffnungslosen zu helfen und jene zu Schützen die Hilfe brauchten.

VonBerrow war sehr interessiert, den durch den Krieg waren die Truppen der Armeen dezimiert und es gab nur wenig Männer die für die neue Regierung arbeiteten. So wie es aussah konnten diese Crussader einen willkommen Beitrag leisten.

Hiroshi hatte nur eine Bedingung. Er wollte den verlassenen Geländekomplex von Zentral Manhattan, auf den einstmals die Kirchen, Tempel und anderen Religionshäuser standen als Hauptquartier für sich und seine Männer haben.

Natürlich willigte vonBerrow ein. Nicht nur weil es zusätzliche Hilfen waren sondern auch da vonBerrow ein kluger Kopf war und wusste das sich diese Art von Hilfe noch irgendwann bezahlt machen würde.

Und das dauerte nicht lang.

Die Crussader nahmen sofort ihre Aufgabe an und begannen damit die wenige Nahrungsquellen die sich finden ließen zu sichern und bei den Aufbauarbeiten zu helfen. Sie halfen sogar den Verwundeten und erwiesen sich so als nahezu unentbehrliche Helfer.

Nicht nur vonBerrow war beeindruckt, sondern auch die Überlebenden von New York. Dabei blieb es nicht. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Geschichte um die Crussader und überall begannen die Leute es ihnen gleich zu tun. Durch das positive Beispiel und den Einsatz der Crussader begann ein langsam beginnender Wiederaufbau.

Aber damit war es nicht getan und das alles wäre vielleicht um sonst gewesen, wenn da nicht eine Gruppe von Wesen aus dem Weltraum aufgetaucht wäre die sich an vonBerrow wandten. Sie nannten sich Interplanetare Allianz und boten der Erde ihre Hilfe an.

Diese Allianz war ein Zusammenschluss aus duzenden von Systemen, manche sogar größer als das Sonnensystem der Erde.

Die Interplanetare Allianz war eigentlich recht wählerisch wenn es darum ging sich neue Mitgliedssysteme zusuchen, aber der Vorfall der zu dem Status der Erde geführt hatte den man besten Falls als kurz vor dem Ende bezeichnen konnte, hatte zu einer Abstimmung geführt in der man sich entschloss der Erde zu helfen. Dankbar nahmen die Menschen der Erde es an.

So tauchten wenig später fremde Raumschiffe im Orbit der Erde auf und viele unterschiedliche Rassen kamen auf den Planeten um sich am Wiederaufbau zu beteiligen.

Bei den Verhandlungen mit den Extraterresten, wie man die Aliens nannte, wurde vonBerrow von Hiko Hiroshi dem Anführer der Crussader unterstützt.

Hiroshi besaß eine Ruhige und Vertrauensvolle Art mit den Extraterresten zu verhandeln, die diese sehr schätzten.

So wurden Gebäude gebaut und bereits bestehende verstärkt, neuartige Energiekraftwerke wurde errichtet und der zerstörte Erdboden wurde wieder aufbereitet.

Auch in technischer Hinsicht brachten die Extraterresten den Menschen neue Einsichten. Verbesserte Antigrav- Techniken, modernere Computersystem und spezielle Zuchtmethoden für Getreide und Tiere. Nicht nur das sondern noch vieles andere.

Innerhalb von vierzig Jahren gelang es der Regierung die vonBerrow eingerichtet hatte, den Planeten wieder zur Selbstständigkeit zurück zu führen.

Im Jahr 2296, zwanzig Jahre nach dem Tod von vonBerrow, verschwand auch Hiko Hiroshi aus dem mittlerweile als Crussader Tempelkomplex bekannten Areal. Wo genau er hinging wusste niemand und auch wo Hiroshi damals herkam bevor er die Crusader gründete war unbekannt.

Er hatte nur diese Idee von einer Gruppe, die es sich zur Aufgabe machte die Menschen zu unterstützen. Die meisten die er getroffen und denen er davon erzählt hatte waren mit ihm gekommen, bis New York zu Carl vonBerrow.

Allen Anschein nach kam Hiroshi aus Japan, denn dort nahm er seine ersten Begleiter auf. Es waren fast einhundert die sich mit ihm in dem Tempelkomplex niederließen.

Man mochte glauben das die Crussader nur so etwas wie eine Art Lebenshilfe waren, aber sie waren mehr, vor allem für die Mitglieder. Hiroshi brachte jedem eine spezielle Art von meditativen und spirituellen Lebensweg bei, dem man vor allem im Umgang mit dem Schwert erreichte. Sozusagen als Fokussierung. Diese Übungen gingen auf die Schwerttechniken zurück die es vor Hunderten von Jahren auf der Erde gegeben hatte.

Und so gab es auch weiterhin den Crussader Orden und er machte es sich zur Aufgabe den Menschen auf der Erde zu helfen.

Etwa dreihundert fünfzig Jahre später hatte die Erde sich wieder erholt. Es gab zwar noch immer große Unterschiede zwischen Arm und Reich, doch alle Menschen konnten leben.

Politisch gesehen war die Erde seit vonBerrow wenig gut gestellt. Die letzten zwei Präsidenten hatten eine ausgeprägte Neigung für Militär und Schutz und so wurden viele der Finanzen in die Aufstellung einer Armee investiert und außerdem in das Projekt Pericon.

Eine Weltraumstation, ausgerüstet mit einer großen Laserwaffe zur Abwehr von Meteoriten.

Man wusste zwar nichts genaues über die Überflutung die damals die Welt schwer traf aber viele Wissenschaftler glaubten das ein Meteor eingeschlagen war. Irgendwo im Pazifik.

Deshalb diese Vorsichtsmassnahme.

Ein weiterer Versuch der Regierung war es die Crussader als Teil der Armee anzugliedern. Allerdings kam es nie dazu, den der Orden behielt es sich vor autonom zu bleiben.

2646 wurde der ehemalige Abgeordnete John Meyer zum neuen Präsidenten gewählt. Meyer war ein Mann der Sicherheit und stellte dieses Thema unmissverständlich in den zentralen Bereich seiner Regierung. Er war maßgeblich an dem verstärkten Aufbau der Armee und der Verstärkung der Sicherheitsmassnahmen beteiligt. Anders als seine Vorgänger sah Meyer den Crussader Orden nicht als etwas an das man der Regierung unterstellen sollte, er setzte voraus das ihn der Orden unterstützte.

Ein halbes Jahr, bevor Meyer seine Amtszeit antrat, machte sich eine Bewegung bemerkbar die sich KEE nannte. Das Komitee zur Erd Erhaltung.

Erhöhte kosten bei der Umsetzung des Pericon Projektes und der schon im Vorfeld betriebenen starken Außenpolitik, ließen einige Menschen zu dem Schluss kommen das Extraterresten auf der Erde nicht leben und arbeiten sollten.

Meyer war der Erste der gegen die KEE vorging, aber es kam immer wieder zu Unruhen und sogar tätlichen übergriffen. So gab es 2648 nur noch sehr wenige Extraterresten die nur in gesonderten Gebieten leben konnten.

Selbst die Versuche der Crussader eine friedliche Lösung zu finden schlugen fehl.

Allerdings wirkte sich diese ganze Sache nur unwesentlich auf die Politik aus. Die Erde galt noch als sehr jung in der Interplanetaren Allianz und bei sogenannten Entwicklungsplaneten kam so ein verhalten der Bevölkerung manchmal vor.

Der Orden der Crussader war zu dieser Zeit so gefragt wie noch nie. Wegen ihrem Geschick im Punkto Diplomatie und ihrer hervorragenden Beratertätigkeit waren sie überall gerne gesehen und so waren viele Crussader überall in der Galaxis verstreut um den vielen verschiedenen Spezies zu helfen.

Im Tempelkomplex wurden während der vergangenen Jahrhunderte immer weitere Crussader ausgebildet um an seinen Idealen festzuhalten.

Der Crussader Orden hatte eine eigene Art von Rangordnung. Am Anfang war man Schüler. Man wurde mit allen anderen Schülern gemeinsam in allen Grundregeln der Crussader eingeführt. Wenn man die anschließende Abschlussprüfung bestand, wurde man Novize. Ein Novize wurde einem erfahreneren Crussader zugeteilt und persönlich von ihm Ausgebildet. Nach einer weiteren Prüfung wurde man in den Rang eines Ordensdieners erhoben. Das hieß man erhielt selbstständige Aufträge und konnte seine Fähigkeiten selbstständig ausarbeiten.

Wenn sich jemand in diesem Tätigkeitszweig bewiesen hatte konnte er aus einem von drei Zweigen wählen.

Erstens: Der Ordensheiler, für all die jenen die es gut verstanden mit Medizin und Heilung umzugehen. Nur wenige entschieden sich für so einen Weg da ein Heiler nur wenig arbeit hatte und das meiste nur durch das Lernen harte Theorie erarbeitete.

Zweitens: Der Ordensgelehrte. Der meist gewählte Weg da er sich mit der Gesamtheit des Crussader Ordens befasst. Nur Gelehrte können komplexe Aufträge annehmen, wie etwa die eines Botschafters auf dem Planeten einer fremden Spezies oder dem Status eines Beraters für Gouverneure auf Kolonien. Crussader die diesen Weg gehen sind meistens von einer extremen Ausgeglichenheit des Körpers und Geistes.

Drittens: Der Ordenswächter. Dieser Weg ist durch lange Zeiten des Friedens von nur sehr wenigen gewählt worden. Zwar ist jeder Crussader im Umgang mit dem Schwert geschult, doch die Wächter sind im Herzen und im Geiste Krieger die für das Schwert leben und es mit unglaublicher Präzision beherrschen und führen. Sie sind Felsen in der Brandung und wenn alle Anderen sich schon zurück ziehen stehen sie immer noch da und setzen sich zu wehr. Von vielen anderen werden Sie als Relikte bezeichnet.

Wenn jemanden in diesen Zweigen besonders herausragende Leistungen erbringt wird er in den Status eines Crussader Meisters erhoben.

Der höchste Rang den ein Crussader erreichen konnte ist der des Ordensmeisters. Ein Rang den nur zehn Mitglieder innehaben, die Führung des Ordens.

Diese Führung wird als Konzil bezeichnet.

Die Mitglieder des Konzils wählen ihrerseits einen aus ihrer Mitte der als Mann für die Öffentlichkeit galt. Der oberste Führer des Ordens dem es oblag mit der Regierung zu verhandeln, nach besten wissen und gewissen, den das Konzil ist nur für die Interna der Crussader zuständig. Dieser Gewählt träg den Titel Großmeister und ist das Oberhaupt des Crussader Ordens.

2663 wurden die gröbsten Arbeiten an der Pericon abgeschlossen. Es sah so aus als würde es jetzt endlich wieder ruhigen und vor allem friedlichen Zeiten zugehen.

Doch Schatten fallen weit und es ist nicht immer ersichtlich was sie bringen werden.

Und auf die Crussader kommen harte Zeiten zu in denen sie beweisen müssen was in ihnen steckt.